Wirbelsturmsaisons weltweit: Hurrikane, Taifune, Zyklone
Hurrikan, Taifun und Zyklon sind derselbe Sturmtyp – nur der Name hängt vom Ozean ab, und jedes der sechs Becken hat seinen eigenen Kalender. Die Seiten zeigen Monat für Monat, wie oft Stürme gängigen Reisezielen nahe kommen: Mittelwerte der Jahre 1991 bis 2025, keine Vorhersage.
Sturmaktivität nach Monaten
Das Risiko vergleicht die Monate untereinander: „hoch“ heißt, in einem typischen Jahr kommt ein Sturm nahe; „gering“, dass das nur alle paar Jahre passiert.
Regionen
Welche Ferien in welche Saison fallen
Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Faustregel einfach: Sommer- und Herbstferien liegen nördlich des Äquators mitten in der Sturmsaison, die Weihnachts- und Osterferien dagegen fast überall dort, wo zu dieser Zeit Ruhe herrscht – mit einer Ausnahme: die Südhalbkugel.
Im Atlantik und in der Karibik fallen gut 40 % aller Sturmtage allein in den September. Der Ostpazifik vor Mexiko ist von Juli bis September am aktivsten, der Westpazifik – das Taifungebiet von den Philippinen bis Japan – von August bis Oktober, wobei dort in jedem Monat ein Sturm möglich ist.
Südlich des Äquators dreht sich der Kalender um. Rund um Madagaskar, Mauritius und Réunion sowie in Nordaustralien und der Südsee liegt der Höhepunkt zwischen Januar und März – also genau in der Zeit, in der viele eine Fernreise in die Wärme planen.
Die sechs Becken auf einen Blick
Durchschnittlich gezählte tropische Stürme pro Jahr und davon Hurrikane, Taifune oder Zyklone (ab 119 km/h):
- Atlantik & Karibik: rund 15 Stürme, etwa 7 Hurrikane; Höhepunkt September.
- Ostpazifik: rund 17 Stürme, knapp 9 Hurrikane; Höhepunkt Juli bis September.
- Westpazifik: rund 25 Stürme, etwa 15 Taifune; Höhepunkt August bis Oktober.
- Nördlicher Indischer Ozean: knapp 7 Stürme, etwa 2 Zyklone; zwei Spitzen im Mai und von Oktober bis Dezember.
- Südwestlicher Indischer Ozean: knapp 10 Stürme, etwa 5 Zyklone; Januar bis März.
- Australien & Südpazifik: rund 17 Stürme, gut 7 Zyklone; Januar bis März.
Was „Saison“ für eine Reise bedeutet
Weniger, als das Wort vermuten lässt. Selbst an exponierten Orten kommt ein Sturm in Hurrikanstärke nur wenige Male pro Jahrzehnt auf 200 km heran – in Miami rund dreimal, in Cancún gut viermal. Die allermeisten Wochen einer Saison verlaufen ohne Sturm in der Nähe.
Trifft es doch einen Urlaub, heißt das meist ein bis drei Tage mit Starkregen, gesperrten Stränden, ruhendem Fährverkehr und gestrichenen Flügen. Wer flexibel gebucht hat und den Anweisungen von Hotel und Behörden folgt, kommt in aller Regel mit einer Planänderung davon.
Manche Ziele liegen ganz abseits der Zugbahnen: Bali, Singapur, die Südwestküste Sri Lankas oder die ABC-Inseln vor Venezuela sehen tropische Stürme nur selten. Ihre Regenzeiten sind ein eigenes Thema – siehe Regenzeiten weltweit.
Offizielle Warnungen
Alles hier sind langjährige Mittelwerte, keine Vorhersage. Bei aktuellen Stürmen gelten die Warnungen des offiziellen Warnzentrums:
- National Hurricane Center (USA) — nhc.noaa.gov
- Servicio Meteorológico Nacional (México) — smn.conagua.gob.mx
- Japan Meteorological Agency — jma.go.jp
- India Meteorological Department — mausam.imd.gov.in
- Météo-France La Réunion — meteofrance.re
- Bureau of Meteorology (Australia) — bom.gov.au
- Fiji Meteorological Service — met.gov.fj
Tipps
- Für die Herbstferien eignen sich eher Ziele der Südhalbkugel oder Orte abseits der Zugbahnen; Karibik und Golf von Mexiko sind im Oktober noch aktiv.
- Buchen Sie in den Spitzenmonaten Flüge und Hotels mit kostenloser Umbuchung oder Stornierung – die Nebensaisonpreise bleiben dann ein echter Vorteil.
- Randmonate wie Juni und November im Atlantik oder Mai im Westpazifik bringen deutlich weniger Risiko als der Höhepunkt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Hurrikan, Taifun und Zyklon?
Nur das Seegebiet. Ein Wirbelsturm mit mindestens 119 km/h Dauerwind heißt im Atlantik und Nordostpazifik Hurrikan, im Nordwestpazifik Taifun und im Indischen Ozean sowie rund um Australien Zyklon.
Wann ist Hurrikansaison in der Karibik?
Offiziell vom 1. Juni bis 30. November. Die meisten Stürme kommen im August, September und Oktober; Dezember bis Mai sind seit 1991 fast immer ruhig. Details unter Hurrikansaison Karibik.
Wann ist Taifunsaison auf den Philippinen?
Taifune sind dort das ganze Jahr möglich, gehäuft aber von Juli bis November, im Süden des Landes oft erst spät im Jahr. Mehr unter Taifunsaison Philippinen.
Sind diese Seiten eine Vorhersage?
Nein. Sie zeigen, wie oft zwischen 1991 und 2025 Stürme in die Nähe kamen. Bei einem aktuellen Sturm gelten die Warnungen des nationalen Wetterdienstes vor Ort, und Ihre Airline oder Ihr Hotel informiert über Änderungen.
Brauche ich eine besondere Versicherung?
Eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung ist in Sturmmonaten sinnvoll. Prüfen Sie vor Abschluss, ob Naturereignisse abgedeckt sind – manche Tarife greifen nicht mehr, sobald ein Sturm einen Namen hat.